Corona und Weiterlernen

CORONA und die Jagd

Gerade in den Zeiten einer Pandemie ist es wichtig, dass die Ausbildung weitergeht und man sich selbst motoviert. In diesem Artikel findest Du ein paar Tipps, wie ich mich bei meiner Mentorenausbildung weiter motiviere und am Ball bleibe!

Dem ein oder anderen mag aufgefallen sein, dass ich bereits seit Mitte Oktober nichts mehr geschrieben habe. Eigentlich wollte ich im November meinen nächsten Artikel veröffentlichen und über weitere Themen schreiben, doch dann kam der Lockdown.

Mein Jagdprinz sagte die Präsenzstunden ab und fast noch schlimmer war die darauf folgende Schließung der Schießanlage. Da sich Weihnachten näherte, machten wir dann tatsächlich ein wenig Pause, wobei das einen Jagdscheinanwärter, in Anbetracht der Menge des Stoffes, nicht vom Lernen entbindet. So hatte ich eine ganze Menge mit mir selbst zutun.

Jetzt ist bereits Mitte Februar und wir haben immer noch keine Perspektive. Aus diesem Grund möchte ich ein paar Empfehlungen aufzeigen, wie man sich in dieser schwierigen Zeit als Jagdscheinanwärter dennoch sehr gut vorbereiten kann.

Falls nicht schon am Anfang der Ausbildung geschehen, erstellt Euch einen schriftlichen Lernplan.

Ich nutze für diese Aufgabe ein Tool von Microsoft mit Namen OneNote. Selbstverständlich geht das aber auch mit vielen anderen Programmen oder auch komplett mit Papier und Bleistift.

Microsoft OneNote als Planungshilfe

Wichtig ist dabei, dass Du Dir einen Überblick verschaffst und im Idealfall auch den Lernfortschritt dokumentierst. Aus diesem Grund gefällt mir OneNote so gut, weil ich hier sehr einfach und schnell eine Tabelle wie oben gezeigt anlegen und die erarbeiteten Inhalte auch abhaken kann.

Auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, geht von der Planung davon aus, dass die Prüfung im Mai stattfinden wird.

Hier zu muss ich bestimmt nicht mehr viel schreiben. Stell Dir vor, Du befindest Dich im April und plötzlich kommt die Nachricht, dass im Mai die Prüfung doch stattfinden wird. Wenn man sich bis dahin nicht vorbereitet hat, hilft nichts mehr – also, einfach so weiter machen und sollte dann doch eine Verschiebung eintreten, nutzt man diese Zeit dann einfach zur Wiederholung.

Nutzt die Online-Medien, um mit Eurem Jagdausbilder und der Lerngruppe in Kontakt zu bleiben.

Anfangs war das Entsetzen groß und mein Jagdprinz sagte, er wisse nicht, wie er die vorgeschriebene Stundenzahl nach dem Lockdown noch hinbekommen soll. Ich machte dann den Vorschlag, dass wir uns gerne in sogenannten Online-Räumen treffen können. Da ich aber in unserer Gruppe so ziemlich der Einzige bin, der sich sicher durch die IT-Welt bewegt, wusst ich auch, dass eine solche Einrichtung und Hilfestellung an mir hängen bleiben würde.

Microsoft Teams (kostenlos)

Um ein eigenes virtuelles Klassenzimmer zu eröffnen, stehen verschiedene Tools zur Verfügung:

Für welches Tool Du Dich entscheidest, hängt sicherlich von den Anforderungen und persönlichen Vorlieben ab, aber hauptsache, Du sorgst dafür, dass der Kontakt nicht abbricht und ihr Euch auch per Video sehen kann. Auf der Seite von t3n findest Du noch einmal eine Gegenüberstellung einzelner Systeme.

Trainiert regelmäßig den Anschlag der Schusswaffe und – wenn möglich – macht Eure eigenen Schussübungen mit bspw. einem Luftgewehr.

Ich persönlich habe nicht das größte Problem beim Büchsen- und Flintenschießen aber ich weiß aus meiner aktiven Zeit als Bogenschütze, wie wichtig die Abläufe sind und dass man diese genauso trainieren muss, wie die Muskeln beim Krafttraining. Es existiert nämlich ein sogenanntes Muskelgedächtnis und das sollte man nicht aufhören zu trainieren. Wie kann man aber ohne echte Waffe den Anschlag üben – nun, ganz einfach. Mit beispielsweise einer Druckluftwaffe oder, wenn gar nichts anderes greifbar ist, mit einem Besenstil. Ja, Du hast richtig gehört. Der Besenstil zählt zwar nicht zu den „Geräten“ der ersten Wahl aber es ist besser als nichts.

Ich habe mir bei Frankonia ein frei erhältliches Luftgewehr für unter 100,- € gekauft und bin absolut zufrieden damit. Der große Vorteil ist, dass Du damit in Deinem Garten unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsbestimmungen Schießübungen absolvieren kannst. Wenn das nicht möglich ist, kannst Du zumindest, solltest Du keine eigene Flinte besitzen, den Anschlag üben und die Abläufe eintrainieren! Absolut empfehlenswert.

Auf diese Weise kannst Du Dich in diesen Zeiten schon ganz gut über Wasser halten. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich, dass Du nicht verzagst und weiter motiviert bei der Sache bleibst. Ich bin sicher, dass die Behördern und der DJV/LJV schnellstens versuchen werden, den Lehrbetrieb wieder aufzunehmen und vielleicht helfen Dir ja auch meine Tipps ein wenig weiter.

Wenn Du noch ein gute Idee oder weitere Tipps hast, stehen Dir die Kommentare zur Verfügung! Lasst uns nicht resgnieren sondern mit Zuversicht in die Zukunft blicken!

(mr)

0 comments on “CORONA und die JagdAdd yours →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.