Wildhege statt Wildverwaltung – wohin steuert die Jagd in Rheinland-Pfalz?
Warum wir als Jägerschaft wieder selbstbewusster für Wild, Lebensraum und Weidgerechtigkeit eintreten müssen Ein Beitrag aus Sicht eines Jagdaufsehers und engagierten Jägers inmitten nicht mehr idealer Bedingungen, Herausforderungen und Ansichten. Jagd ist mehr als Abschuss! Dieser Satz klingt zunächst selbstverständlich. Und doch habe ich zunehmend den Eindruck, dass genau dieser Grundgedanke in der heutigen jagdpolitischen Diskussion verloren geht. Die Jagd ist in Rheinland-Pfalz gesetzlich untrennbar mit der Hege verbunden. Es geht um einen gesunden, dem Lebensraum angepassten Wildbestand, um den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, um Naturschutz und Landschaftspflege – und selbstverständlich auch darum, Wildschäden zu vermeiden. Das aktuelle Landesjagdgesetz formuliert diese Aufgaben sogar ausdrücklich. Die Hege soll sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen der Wildtierbiologie orientieren, die natürlichen Lebensgrundlagen des Wildes sichern und verbessern und eine verantwortungsvolle, störungsarme Jagdausübung gewährleisten. Auch die allgemein anerkannten Regeln der Jagdethik und Weidgerechtigkeit werden ausdrücklich genannt. Doch zwischen dem gesetzlichen Anspruch und der jagdlichen Wirklichkeit klafft…
